„Freunde“, sagt er, „und Nachbarn, die Steuern sind in der Tat sehr hoch, und wenn die von der Regierung erhobenen die einzigen wären, die wir zu zahlen hätten, könnten wir sie leichter begleichen. Aber wir haben viele andere, und viel schwerwiegendere für einige von uns. Wir werden doppelt so viel durch unsere Trägheit besteuert, dreimal so viel durch unseren Stolz und viermal so viel durch unsere Torheit, und von diesen Steuern können uns die Beauftragten nicht entlasten oder befreien, indem sie eine Ermäßigung gewähren. Doch lasst uns auf guten Rat hören, und es könnte etwas für uns getan werden. Gott hilft denen, die sich selbst helfen, wie Poor Richard in seinem Almanach von 1733 sagt.“
Es würde als harte Regierung betrachtet werden, die ihr Volk um ein Zehntel seiner Zeit besteuert, um es in ihren Dienst zu stellen. Aber die Trägheit besteuert viele von uns viel mehr, wenn wir all das mitrechnen, was in absoluter Faulheit oder im Nichtstun verbracht wird, sowie das, was in nutzlosen Beschäftigungen oder Amüsementen vergeudet wird, die zu nichts führen. Faulheit, indem sie Krankheiten herbeiführt, verkürzt das Leben absolut. Faulheit, wie Rost, verzehrt schneller, als Arbeit abnutzt, während der benutzte Schlüssel immer glänzt, wie Poor Richard sagt. Aber liebst du das Leben, dann verschwende keine Zeit, denn davon ist das Leben gemacht, wie Poor Richard sagt. Wie viel mehr als nötig verbringen wir im Schlaf!
Vergessend, dass der schlafende Fuchs keine Hühner fängt, und dass es im Grab genug Schlaf geben wird, wie Poor Richard sagt. Wenn Zeit von allen Dingen das wertvollste ist, muss Zeitverschwendung, wie Poor Richard sagt, die größte Verschwendung sein, da, wie er uns an anderer Stelle sagt, verlorene Zeit nie wiedergefunden wird, und was wir „genug Zeit“ nennen, sich immer als zu wenig herausstellt: Lasst uns also aufstehen und handeln, und das zielgerichtet, durch Fleiß werden wir mehr tun mit weniger Verwirrung. Faulheit macht alles schwierig, aber Fleiß ["industry"] macht alles leicht, wie Poor Richard sagt. Und wer spät aufsteht, muss den ganzen Tag eilen und wird seine Angelegenheiten abends kaum einholen. Während die Faulheit so langsam reist, dass die Armut ihn bald einholt, wie wir im Poor Richard lesen, der hinzufügt: „Führe dein Geschäft, lass nicht zu, dass es dich führt“. Und „früh ins Bett, früh aufstehen, macht einen Mann gesund, reich und weise ["early to bed, and early to rise, makes a man healthy, wealthy and wise"]."
Was nützen also Wünsche und Hoffnungen auf bessere Zeiten? Wir können diese Zeiten besser machen, wenn wir uns anstrengen. Fleiß muss nicht wünschen, wie Poor Richard sagt, und wer von Hoffnung lebt, wird hungernd sterben. Es gibt keinen Gewinn ohne Mühe [no gains, without pains], also helft mit, denn ich habe kein Land, oder wenn ich es habe, ist es geschickt besteuert. Und wie Poor Richard ebenfalls bemerkt, wer ein Gewerbe hat, hat ein Vermögen, und wer berufen wurde, hat ein Amt von Nutzen und Ehre, aber das Gewerbe muss auch ausgeübt werden, und die Berufung [das Amt] gut verfolgt, sonst wird weder das Vermögen noch das Amt uns in die Lage versetzen, unsere Steuern zu zahlen.
Wenn wir fleißig sind, werden wir nie verhungern. Denn, wie Poor Richard sagt, beim Haus des arbeitenden Mannes sieht der Hunger hinein, aber wagt nicht einzutreten. Ebenso wird der Gerichtsvollzieher oder der Polizist nicht eintreten, denn Fleiß zahlt Schulden, während Verzweiflung sie vergrößert, sagt Poor Richard. Was, wenn du keinen Schatz gefunden hast, noch dir ein reicher Verwandter ein Erbe hinterlassen hat? Emsigkeit ist die Mutter des guten Glücks, wie Poor Richard sagt, und Gott gibt alles dem Fleiß. Dann pflüge tief, während die Faulen schlafen, und du wirst Korn haben, um es zu verkaufen und zu behalten, sagt Poor Dick2. Arbeite, solange es heute heißt, denn du weißt nicht, wie sehr du morgen behindert werden könntest, was Poor Richard sagen lässt: Ein heute ist mehr wert als zwei morgen [one today is worth two tomorrows] und weiter: Hast du etwas für morgen zu tun, tue es heute.
Wenn du ein Diener wärst, würdest du dich nicht schämen, dass ein guter Meister dich in Trägheit erwischt? Bist du dann dein eigener Meister, schäme dich, dich selbst in Trägheit zu erwischen, wie Poor Dick sagt. Wenn so viel für dich, deine Familie, dein Land und deinen gnädigen König3 zu tun ist, steh beim ersten Anzeichen des Tages auf. Lass die Sonne nicht herabsehen und sagen: „Ruhmlos liegt er hier.“ Benutze deine Werkzeuge ohne Fausthandschuhe. Erinnere dich daran, dass die Katze in Handschuhen keine Mäuse fängt, wie Poor Richard sagt. Es ist wahr, dass viel zu tun ist, und vielleicht bist du schwach in der Hand, aber halte durch, und du wirst große Ergebnisse sehen, denn steter Tropfen höhlt den Stein, und durch Emsigkeit und Geduld biss die Maus das Seil in zwei Hälften. Und kleine Schläge fällen große Eichen, wie Poor Richard in seinem Almanach sagt, an das Jahr kann ich mich gerade nicht erinnern.
Mir scheint, ich höre einige von euch sagen: Darf ein Mensch sich denn gar keine Muße gönnen? Ich will denen sagen, mein Freund, was Poor Richard sagt: Nutze deine Zeit gut, wenn du vorhast, dir Muße zu verschaffen. Und da du dir keiner Minute sicher sein kannst, wirf keine Stunde weg. Muße ist Zeit, um etwas Nützliches zu tun. Diese Muße wird der Fleißige erlangen, aber der Faule niemals. Sodass, wie Poor Richard sagt, ein Leben voller Muße und ein Leben voller Faulheit zwei verschiedene Dinge sind. Glaubst du, dass dir Faulheit mehr Komfort bietet als Arbeit? Nein, denn wie Poor Richard sagt: Ärger entspringt aus Trägheit, und schwere Arbeit aus unnötiger Bequemlichkeit. Viele ohne Arbeit möchten allein von ihrem Verstand leben, doch scheitern sie an fehlendem Kapital4. Sowie Fleiß Komfort, Überfluss und Respekt bringt: Meide Vergnügungen, und sie werden dir folgen. Der emsige Spinner hat ein großes Hemd, und jetzt, da ich ein Schaf und eine Kuh habe, wünscht mir jeder Guten Tag, was alles gut von Poor Richard gesagt ist.
Doch neben unserem Fleiß müssen wir auch standhaft, bodenständig und sorgsam sein und unsere eigenen Angelegenheiten mit unseren eigenen Augen überwachen, anstatt anderen zu viel zu vertrauen. Denn, wie Poor Richard sagt: Ich sah niemals einen oft verpflanzten Baum, noch eine oft versetzte Familie, die so gut gedieh wie jene, die sesshaft blieb.
Und weiter: Drei Umzüge sind so schlimm wie ein Feuer.
Und weiter: Kümmere dich um deinen Laden, und dein Laden wird sich um dich kümmern.
Und weiter: Wenn du deine Angelegenheiten geregelt haben willst, geh; wenn nicht: schick.
Und weiter: Wer durch den Pflug gedeihen will, muss ihn entweder selbst halten oder führen.
Und weiter: Das Auge eines Meisters leistet mehr als beide seine Hände.
Und weiter: Mangel an Sorgfalt fügt uns mehr Schaden zu als Mangel an Wissen.
Und weiter: Arbeiter nicht zu überwachen, heißt, ihnen deine Geldbörse offenzulassen.
Zu viel auf die Sorgfalt anderer zu vertrauen, ist der Ruin vieler. Denn, wie der Almanach sagt: In den Angelegenheiten dieser Welt werden Menschen nicht durch Glauben gerettet, sondern durch den Mangel daran. Doch die eigene Sorgfalt ist gewinnbringend, denn, sagt Poor Dick: Wissen gehört den Wissbegierigen, Reichtum den Sorgsamen, Macht den Kühnen und der Himmel den Tugendhaften. Und weiter: Wenn du einen treuen Diener haben willst, der dir gefällt, diene dir selbst. Und weiter rät er zu Umsicht und Sorgfalt, selbst bei den kleinsten Dingen, denn manchmal kann eine kleine Nachlässigkeit großes Unheil anrichten. Er fügt hinzu: "Wegen eines fehlenden Nagels ging der Huf verloren, wegen eines fehlenden Hufs ging das Pferd verloren, und wegen eines fehlenden Pferdes ging der Reiter verloren, eingeholt und erschlagen vom Feind – alles nur wegen der Nachlässigkeit bei einem Hufnagel.