Nico Franz

1981 Cottbus, DE

Selbstporträt mit Canvas, 2015

Pixel auf Canvas

Selbstporträt mit Canvas, 2015

Porträt des Autors im Dreiviertelporträt mit Rollkragenpullover in einem leeren Raum. Im Hintergrund ist eine schwarze Leinwand zu erkennen (englisch Canvas). Auf dieser sind drei Punkte in den Farben rot, grün und blau abgebildet. Die Punkte verändern ihre Position in jeder Ansicht. Das Porträt ist im Stil des Pointilismus gehalten. Das heißt es gibt keine Formen oder Linien, nur eine Ansammlung von schwarzen Kreisen mit fünf verschiedenen Durchmessern. Diese Kreise sind auf ein unsichtbares Netz paralleler Linien gesetzt.

Einordnung in das Gesamtwerk

Das "Selbstporträt mit Canvas" von Nico Franz ist ein Werk der Serie "Pixelication" aus dem Jahr 2015. Es stellte bis dato den Höhepunkt des künstlerischen Schaffens von Nico Franz dar. Es war Ausdruck eines neuen Selbstbewussteins, nachdem es ihm gelungen war, seine gesamte bisherige Kunst auf das kleinste gemeinsame Element, die Monas zurückzuführen. Zugleich manifestiert sich in diesem Werk auch die Erkenntnis der maltechnischen Möglichkeiten, die sich aus der Kontrolle der Pixel der originalen Bilder ergeben. Sein Werk "Love Affairs & Leadership" zeigte diese Möglichkeit zwar schon früher auf, doch erkannte er erst später den Umfang der Möglichkeiten, die sich aus dem vollen Verständnis der aufgereihten Pixel ergeben, die weitläufig als Image bezeichnet werden.

Technik

Das Bild selbst wird bei jeder Ansicht aus seinem originalen Zustand heraus, eine Aufnahme unbekannten Datums, in seine einzelnen Pixel zerlegt, in Gruppen zusammengefasst, bewertet und dann in einen mal größeren, mal kleineren schwarzen Kreis dargestellt. Der Prozess des Kopismus am Beispiel des Kopisten selbst.

Das Canvas Element

Dass die technische Methode mit der Nico Franz die Pixel darstellt, bearbeitet und neu erscheinen lässt, mittels eines Code Elements geschieht, das <canvas> heißt (englisch Leinwand), sei nur nebenbei erwähnt.